Donnerstag, 15. Mai 2014

Es fing gut an...

Nach einem ausgiebigen Frühstück im Hotel entschlossen wir uns für eine gemütliche Stadtbesichtigung der Altstadt. Sie ist durch eine Mauer, die wie die Spandauer Zitadelle gemauert ist, umschlossen. Bereits am gestrigen Abend fing uns der Charme der kleinen Gassen und alten Häuser ein. Bemerkenswert sind die kleinen, tief in die Häuser reichenden Läden. Sie bieten wunderschöne Schuhe und teilweise exklusive italienische Mode an. Lena erfreute sich an den schönen Sachen. Entlang der äußeren südwestlichen Stadtmauer fand der Wochenmarkt statt. Obst, Gemüse, der typische Schweinebraten und viel „Klamotten“ wurden angeboten.
Wir versorgten uns in einem „coop“ mit allem Wichtigen für die nächsten zwei Tage, weil schlecht einschätzbar war, wo wir noch Lebensmittel und Trinken bekommen würden.
Gegen Mittag schwangen wir uns dann auf die Räder. Der Weg aus Grosseto war gut zu finden. Wir rollten mit dem Verkehr mit. Fast alle Kraftfahren sind rücksichtsvoll. Wir kommen gut voran. Leider kommt der Wind wieder von rechts vorn. Sobald wir auf die Straße nach Roccastrada abbogen, nahm der Verkehr merklich ab. Jetzt fuhren wir richtig in die Toskana ein. Hügel, auf denen kleine Dörfer standen prägten das Bild ebenso wie Olivenhaine, lichte Wälder, Äcker und Wiesen. An der Straße spendete eine Kiefernart Schatten. Unter Olivenbäumen machten wir unser Picknick.
Als wir weiterfuhren erkannten wir in der Ferne ein Städtchen auf einem Berg. Dort mussten wir hin. Hinter der nächsten Kurve lauerte der Anstieg. Es ging stetig bergauf. Mehr als 8 – 12 km/h waren nicht drin. Kurve um Kurve schlängelte sich die Straße empor. Wir strampelten tapfer.
An einem Abzweig, der uns einen schönen Blick fast bis Grosseto gewährte, wurden 5 km bis zum Städtchen angezeigt. All zu weit ist es nicht mehr. Ein Fruchtriegel und Wasser sollten uns helfen. Es half nur bedingt. Die Straße führte in vielen Serpentinen den letzten Teil empor. Wir pausieren öfter und schoben die letzten vielen Meter. Leni hielt sehr tapfer durch. Die Anstrengung verhagelte die Blicke, die das alte Städtchen bot, unser Quartier lockte auch zu sehr.
Im „La Melosa Resort“ wurden wir erwartet. Es liegt wunderschön abseits der Straße. Ein altes Gebäude, stilvoll hergerichtet. Für den Swimmingpool sind wir zu müde. Duschen und langmachen ist angesagt. Da die Küche geschlossen ist, werden wir unsere Tagesverpflegung anknabbern, denn wir haben keine Lust, wieder 3 km nach Roccastrada zu radeln.

Bis morgen !

1 Kommentar:

  1. Liebe Lena, lieber Rüdiger: Schönheit hat ihren Preis. Und vor dem Genuss eines solchen Anblickes haben die Götter viele Schweißperlen gelegt. Weiter so, ich bleibe auf eurem Rücksitz mit dabei und fiebere jedem Beitrag entgegen.

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