Das Frühstücksbuffet war jedenfalls gut. Es glich das
schlechte Wetter aus. Die Temperatur ließ uns zu wärmeren Sachen greifen und
bald musste auch die Regenkleidung aus den Taschen geholt werden. Der Radweg
geht über weite Strecken dicht an der Etsch entlang und ist gut ausgeschildert.
Es kommen uns viele Radgruppen und Tourenradler entgegen. In ihren
Regenkleidungen sehen sie überwiegend etwas gedrückt aus. Das Wetter bleibt getrübt.
Die Unendlichkeit des Südtiroler Obst- und Weinbaus,
wird heute besonders deutlich. Erstaunlich finde ich, dass immer wieder
heftiges Vogelgezwitscher zu hören ist und hin und wieder etwas im Gras
davonhuscht. In Bozen machen wir Pause. Die Stadt will uns aber nicht so
richtig ansprechen. Der Dom wirkt eher grau und dunkel. Selbst im Cafe fällt
das Aufwärmen nicht leicht. Da ist das Radfahren schöner. Ein wenig dämpft uns
auch die Höhe des nahenden Reschenpasses (1600m), der bald nach Meran beginnt.
In Meran haben wir jedenfalls schon `mal ein Zimmer in der Jugendherberge
gebucht.
In Burgstall fanden wir bei einem Obstbauern einen Schlafplatz.
Eine typische Frühstückspension, fast so, wie ich sie in kindlicher Erinnerung
habe.
Nach 68,9 km essen wir gut gelaunt „südtiroler Küche.“
Der rote „Kalterer See“ ist ordentlich und hat nichts mehr mit dem Aldiwein
meiner Jugend zu tun. Wir können ruhig zu Bett gehen.
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