Der Tag begann gut. In der Nacht hatte es geregnet und gestürmt und wir hatten schon Angst, dass wir am nächsten Tag im Regen fahren müssten. Als wir am morgen die Fensterläden öffneten strahlte uns die Sonne entgegen. Kaum eine Wolke am Himmel. Wir freuten uns auf den Tag.
Frühstück aßen wir an einer Tankstelle an der Autostraße Via Aurelia. Hier trafen sich alle Männer des Dorfes zum Kaffee am Morgen.
Dann ging es los: ein kleines Stück noch auf der Via Aurelia und dann auf eine kleine Nebenstraße, fast am Meer entlang. Wir hielten an einem Supermarkt uns holten uns Snaks für unsere Pause. Wir strampelten weiter, der Seitenwind verwandelte sich leider schnell in Gegenwind was das Fahren erschwerte. Auf der Straße kam uns eine kleine freundliche alte Dame entgegen, die wir nach dem weg fragten. Mit Händen uns Füßen erklärte sie uns schauspielreif wie wir nach Ansedónia radeln müssten. Auch sie warnte uns davor, dass es da Berg auf geht und wir strampeln müssen.
In einem kleinen Dorf machten wir noch mal halt und fragten ob wir immer noch den richtigen Weg fuhren. So fuhren wir weiter, durch eine wunderschöne Landschaft mit Olivenbäumen und vielen Geckos die unseren Weg kreuzten.
Dann sahen wir was die Frau mit viel strampeln meinte. Ansedónia liegt auf einem Berg ca. 249 über dem Meer und den mussten wir hoch. Wir schnauftem ganz schön und machten immer wieder pausen um zu Atem zu kommen. Rüdi schaffte die Strecke ohne Schieben (Lena schob auch nur das aller letzte Stück).
Oben angekommen ging es gleich wieder Berg ab. Wir trafen zwei deutsche Radfahrer, welche von München nach Sizilien fuhren. Wir tauschten uns ein bisschen aus über die Streckenverhältnisse, dann fuhren wir weiter.
Berg ab war nicht schwer. Unten angekommen begann wieder dieser nervige Gegenwind. Wir fuhren ein Stück durch ein Naturschutzgebiet, bogen nach Orbetello und von dort auf die Insel Monte Argentário. Die Straße führte uns am Meer entlang.
Nach einer stärkenden Pause mit Meerblick fuhren wir wieder aufs Festland nach Albínia. Dort stiegen wir, als Belohnung für die gestrige Schufterei auf dem Feldweg in den Zug nach Grosseto.
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