Nach einem ausgiebigen
Frühstück im Hotel entschlossen wir uns für eine gemütliche Stadtbesichtigung der
Altstadt. Sie ist durch eine Mauer, die wie die Spandauer Zitadelle gemauert
ist, umschlossen. Bereits am gestrigen Abend fing uns der Charme der kleinen
Gassen und alten Häuser ein. Bemerkenswert sind die kleinen, tief in die Häuser
reichenden Läden. Sie bieten wunderschöne Schuhe und teilweise exklusive italienische
Mode an. Lena erfreute sich an den schönen Sachen. Entlang der äußeren südwestlichen
Stadtmauer fand der Wochenmarkt statt. Obst, Gemüse, der typische
Schweinebraten und viel „Klamotten“ wurden angeboten.
Wir versorgten uns in einem „coop“
mit allem Wichtigen für die nächsten zwei Tage, weil schlecht einschätzbar war,
wo wir noch Lebensmittel und Trinken bekommen würden.
Gegen Mittag schwangen wir
uns dann auf die Räder. Der Weg aus Grosseto war gut zu finden. Wir rollten mit
dem Verkehr mit. Fast alle Kraftfahren sind rücksichtsvoll. Wir kommen gut
voran. Leider kommt der Wind wieder von rechts vorn. Sobald wir auf die Straße
nach Roccastrada abbogen, nahm der Verkehr merklich ab. Jetzt fuhren wir
richtig in die Toskana ein. Hügel, auf denen kleine Dörfer standen prägten das
Bild ebenso wie Olivenhaine, lichte Wälder, Äcker und Wiesen. An der Straße
spendete eine Kiefernart Schatten. Unter Olivenbäumen machten wir unser
Picknick.
Als wir weiterfuhren erkannten
wir in der Ferne ein Städtchen auf einem Berg. Dort mussten wir hin. Hinter der
nächsten Kurve lauerte der Anstieg. Es ging stetig bergauf. Mehr als 8 – 12 km/h
waren nicht drin. Kurve um Kurve schlängelte sich die Straße empor. Wir
strampelten tapfer.
An einem Abzweig, der uns
einen schönen Blick fast bis Grosseto gewährte, wurden 5 km bis zum Städtchen
angezeigt. All zu weit ist es nicht mehr. Ein Fruchtriegel und Wasser sollten
uns helfen. Es half nur bedingt. Die Straße führte in vielen Serpentinen den
letzten Teil empor. Wir pausieren öfter und schoben die letzten vielen Meter.
Leni hielt sehr tapfer durch. Die Anstrengung verhagelte die Blicke, die das
alte Städtchen bot, unser Quartier lockte auch zu sehr.
Im „La Melosa Resort“ wurden
wir erwartet. Es liegt wunderschön abseits der Straße. Ein altes Gebäude,
stilvoll hergerichtet. Für den Swimmingpool sind wir zu müde. Duschen und
langmachen ist angesagt. Da die Küche geschlossen ist, werden wir unsere
Tagesverpflegung anknabbern, denn wir haben keine Lust, wieder 3 km nach
Roccastrada zu radeln.
Bis morgen !