Mittwoch, 4. Juni 2014

Zäh wie ein alter Kaugummi

"Gleich bei der IHK links 'rein und dann einen steilen Berg hinauf, dann geht es eben weiter," erklärte uns Ursel bei der Abfahrt. Im Wesentlichen traf es dann auch zu. Wir wollten die Via Julia nach München nehmen. Teilweise folgt sie den Spuren einer alten Römerstraße von Augsburg nach Salzburg. Landschaftlich ein reizvoller Radweg. Er führt durch Wiesen, Wälder und an Kühen vorbei, die uns kauend nachblickten. Nachteilig wirkte sich aus, dass ich die Karte antiquarisch (Auflage 2005) kaufte. 

Der Weg ist inzwischen erneuert, verändert und verlegt worden. Es gab also ein paar Orientierungsschwierig-keiten im Hofoldinger bzw. Deisenhofener Forst.

Wesentlich anstrengender war jedoch die Schotterpiste. Gute 35 km unserer Gesamtstrecke verlief so über "Stock und Stein." Auch die Wegführung, die sich manchmal im Kreis zu drehen schien, war nicht optimal. Wir kurbelten uns um so manche Fichte. An einer Wegkreuzung befragten wir einen Rennradler. Er empfahl uns eine asphaltierte Route, der wir dann bis  München folgten. Welch ein Segen.

In Grünwald bei München speisten wir gut in einem am Waldesrand gelegenen Ausflugslokal. Wir genossen das gute Essen und die Ruhe. Von Grünwald führt entlang der Isar ein Radweg bis in die Innenstadt. Wir kamen am Marienplatz raus und mussten sofort über den Viktualienmarkt schlendern. Gleich neben an im Keller der "auf Schicki-Micki" renovierten Schrannenhalle (früher wohl eine Markthalle) befindet sich die Milkawelt der Firma Kraft. Beeindruckend, welche lila Artikel die Firma für unterschiedliche "Lebenspausen" herstellt. Einige wenige Produkte sind auch dreieckig und goldfarbend mit rotem Aufdruck.

Ein Kaffee im beginnenden Regen genossen, gab uns ein wenig Unterstützung für die Reststrecke nach Dachau. Es war schön spät und so warfen wir nur einen flüchtigen Blick auf die Innenstadt. 
Gegen 18:30 kamen wir im Jugendgästehaus in Dachau an.

Wir fuhren 72 km in 4:44 Stunden und nahmen uns 1:40 Stunde Zeit für Pause. Bei Regen lassen wir uns inzwischen beim Anziehen der Regenkleidung Zeit und so ist er oft zu ende, wenn wir angezogen sind. Mit dieser Technik sind wir bisher recht trocken geblieben.
Vielen Dank an Alle, die uns schreiben und damit Unterstützung geben und unsere Motivation stärken.

1 Kommentar:

  1. Na ihr seid ja schnell. Da sind dann die 600 km bis Berlin ein Klacks. Wollt Ihr vielleicht nächste Woche schon zuhause sein?
    Wir hoffen, die Hitze macht Euch nicht zu sehr zu schaffen.
    Viele Grüße Karin und Fritz

    AntwortenLöschen