Der Winterweizen ist schon sehr weit. Er hat fast sein
Grün verloren und duftet nach frischem Stroh. An einer Stelle wird der Weg aus
unerfindlichen Gründen zum „Feldpfad.“ Zu guter Letzt schlängelt er sich durch
ein Rapsfeld. Der Fluss hat ein Stück des Weges mit sich gerissen. Erst am Ende
des Pfades steht eine Bake, die den Weg sperrt. Leider fehlte der Hinweis auf
die notwendige Umfahrung.
Vor Leipzig, bei Zwenkau, führt der Weg am ehemaligen
Braunkohletagebau vorbei. Die Grube ist in Flutung und soll einmal ein schöner
See werden. Der nördlich dahinter liegenden Cospudener See zeigt ganz schön,
wie es werden könnte.
In Leipzig verweilen wir vor dem Alten Rathaus. Auf dem
Platz findet ein Bach-Fest statt. Moderne Musik wird mit Bach verbunden. Nach
Leipzig befahren wir den Berlin-Leipzig-Radweg bis Schönwölkau. Auf ruhigen
Nebenstraßen radeln wir zwischen Kirschbäumen dahin. Der aufdringliche Duft der
Rapsfelder begleitet uns dabei. Das Wetter weiß nicht so recht was es will,
bleibt aber überwiegend trocken.
In Schönwölkau biegen wir in Richtung Löbnitz ab. Dort
finden wir eine Pension, in der wir freundlich aufgenommen werden. Bei Bier und
Cola verspeisen wir unser Picknick, schauen noch ein wenig WM und fallen müde
ins Bett.
Ges. Km 7843Km Wir fuhren 90,11 km in 5,52 Std., die durchschnittliche
Geschwindigkeit betrug 15,3 km/h. Ganz schön.
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