Westlich neben Löbnitz liegen drei große Seen. Es sind
geflutete Tagebaugruben. Der Muldestausee ist einer davon. Wir fahren zwischen
ihm und dem Großen Goitzsche See Richtung Gräfenhainisch. Paul Gerhard wurde
dort geboren. Ansonsten lebte die Stadt seit der Industrialisierung von der
Druckerei und dem Braunkohletagebau. Davon zeugen interessante Wohnsiedlungen.
Auf dem Weg dorthin wählte ich einen verschlungenen
Radweg, der sich durch dichten Wald schlängelte. Hübsch zu fahren, leider nicht
so schnell.
Ab Gräfenhainich geht es auf dem Europaradweg 3 weiter.
Wir befahren ihn bis Wittenberg. Ein gemütlich zu fahrender Radweg mit
unterschiedlichen Belägen.
Wittenberg empfängt uns mit „Luthers Hochzeit.“ Viel
Volk in alter Tracht ist unterwegs – ein Mittelalterfest. „Himmel und Menschen“
sind unterwegs. Mit unseren Rädern kommen wir kaum schiebend durch die Menge.
Unser Zeitplan lässt kein langes Verweilen zu und so geht die Fahrt nach einem
Kaffee weiter.
Lenas Vorschlag folgend nutzen wir wieder die B 2. Sie
lässt sich erstaunlich gut fahren. Über weite Teile begleitet sie ein Radweg.
Weite Spargelfelder kündigen rechtzeitig unser Tagesziel Beelitz an. Auch hier
haben wir Glück, schnell finden wir eine Pension.
Heutige Tagesstrecke 109 km, Fahrtzeit 6:56 Std.,
durchschnittliche Geschwindigkeit 15,5 km/h.
Morgen ist unser letzter Tag!
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