Freitag, 13. Juni 2014

Es geht voran…

Die Nacht endete recht früh. Ab fünf Uhr weckte uns Fahrzeuglärm. Es schien, als würden die Autos direkt durch unser Bett brausen. Das brachte uns früher als mit dem Wirt abgestimmt an den Frühstückstisch. Er schaffte trotzdem ein ordentliches Frühstück auf den Tisch. Gut gestärkt konnten wir unsere Tagesetappe starten.

Die B 2 Richtung Berlin verlief gleich hinter dem Hotel und begann mit einer kurzen aber kräftigen Steigung. Bis Braunsdorf bei Triptis folgten wir ihr. Weil sie einige Kilometer weiter für Radfahrer/innen gesperrt ist, bogen wir in eine Nebenstraße ab. Gemütlich nebeneinander herfahrend erreichten wir bei Großebersdorf wieder die „wunderschöne“ B 2. Es ging heut merklich sanfter zu. Unser Streckenschnitt lag deutlich bei 15 km/h. Vielleicht lag es ja auch der Thüringer Rostbratwurst, die wir an einem Imbiss aßen. Gegen Mittag erreichten wir Gera. In der Mitte der Stadt gibt es sog. Einkaufsarkaden. Nach meinem Eindruck unterscheiden sie sich lediglich durch Aufteilung und Winkel der Geschäftsgassen, von anderen Einkaufszentren in anderen ehemaligen DDR Städten. Handyläden, Apotheke, Märkte und natürlich ein Selbstbedienungsbäcker – Café. Wir verweilten in Mitten der Einheimischen unter den Schirmen des Cafès. Unsere Unterhaltung drehte sich um die Soziologie der Arbeitslosigkeit und der Bedeutung einer Aufgabe im Leben.

Schöner ging es auf dem Elster Radweg weiter. Es ist eine Weingegend (Saale-Unstrut) und manchen Ort ziert ein beträchtlicher Weinberg. In Zeitz war unser Ziel erreicht. Wir nächtigen gleich neben dem Lutherhaus und ein kleines Stück weiter wohnte einst die Gattin des Herrn Bach. Ansonsten zeichnet die Stadt eine riesige „Süd-Zuckerfabrik“ aus. Der Betrieb hat wohl dazu beigetragen, dass wenigsten einige Häuser aufgehübscht sind und die „Sparkasse“ sich mit einem großen Zentrum präsentieren kann.



Unsere Tagesstrecke betrug 78,5 km, die wir in 4:48 Stunden „abradelten.“ Insgesamt waren wir 6:20 Std. unterwegs. Wir hatten gutes Wetter obwohl uns der Wind teilweise heftig ins Gesicht blies.

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