Freitag, 13. Juni 2014

Das Fichtelgebirge ist „höher“ als die Alpen

Endlich wieder eine Internetverbindung...

Im Hotel-Garni-Rosenhof bei Pegnitz gab es abends noch eine Riesencurrywurst mit Pommes. Die Wirtin hatte ein Nachsehen mit uns und brachte uns diese Berliner Spezialität auf den Tisch. Verbunden mit dem ordentlichen Frühstück konnten wir den Radweg entlang des Roten Main antreten. Neuer Asphalt lässt sich wunderbar fahren, selbst wenn es immer ein wenig bergauf geht. Über Creussen gelangten wir so nach Bayreuth. Auf dem weiten Marktplatz fand Lena die gesuchte Drogerie und ich ein nettes Café. Bayreuth ist von Industrie und Mittelstand umzingelt. Da Berlin inzwischen eine hohe Anziehungskraft hat, legen wir auf Stadtbesichtigungen keinen gesteigerten Wert.

Wir suchten die Ausfahrt Richtung Bad Berneck, die uns auf die Bundesstraße 2 brachte. Ihr folgten wir stetig bergauf. Zum Glück gibt es einen 1. Gang. Mit ihm kurbelten wir uns stetig bergauf. Diese Tendenz verließ uns bis zum Abend nicht mehr.
Ab Bad Berneck folgten wir dem Weißen Main. Ein wunderschöner asphaltierter Radweg begleitet ihn. Der Weiße Main springt seinen Weg vergnüglich hinab, der Radweg zieht gemächlich der Quelle entgegen. Die Geschwindigkeit pegelte sich zwischen 7 und 9 km/h ein. So blieb viel Zeit, dem Fluss zu zuschauen. Erstaunlich war ein Schneerest, der im dunklen Tann gegen die Hitze ankämpfte.

Vor Bischofsgrün zweigt der Saaleradweg Richtung Norden ab. Zwölf Prozent Steigung waren hier zu bewältigen. Wir schoben emsig 15 Minuten den Berg hoch. In der Sauna schwitze ich nicht weniger. Nach der Karte war der höchste Punkt bei ca.720 m erreicht. Von da an ging es nach Gefrees hurtig bergab, die Spitzengeschwindigkeit war bei 51,45 km/h erreicht, was besonders Lena große Freude bereitete. „Denn ein Gefälle von 12% herunter zu brettern ist einfach das wahre!“ (Zitat Lena)
Das Fichtelgebirge ist eine Urlaubsgegend meiner Großmutter. Sie erzählte bereits Anfang der 50‘ Jahre von ihren schönen Reisen. Auch mir gefällt die weite eher hügelige Landschaft. Weite Felder und Wiesen erfreuen das Auge mit ihrem frühsommerlichen Grün. Fichtenwälder dehnen sich bis zum Horizont aus. Zwischendurch drohte von ferne ein Gewitter. Wir legten eine Pause ein und ließen es links liegen. Ein paar dicke Tropfen schickte es uns aber doch noch vorbei.

Nun sitzen wir nach 67,8 Kilometern, einer Fahrzeit von 4:58 Stunden und einer Gesamtzeit von 6:24 im Biergartenn vom „Roten Ross.“ Leider kamen wir nur auf einen Schnitt von 10,6 km/Stunde, angesichts der Berge aber doch ganz gut.

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