Im Hotel-Garni-Rosenhof bei Pegnitz gab es abends noch
eine Riesencurrywurst mit Pommes. Die Wirtin hatte ein Nachsehen mit uns und
brachte uns diese Berliner Spezialität auf den Tisch. Verbunden mit dem
ordentlichen Frühstück konnten wir den Radweg entlang des Roten Main antreten.
Neuer Asphalt lässt sich wunderbar fahren, selbst wenn es immer ein wenig
bergauf geht. Über Creussen gelangten wir so nach Bayreuth. Auf dem weiten
Marktplatz fand Lena die gesuchte Drogerie und ich ein nettes Café. Bayreuth
ist von Industrie und Mittelstand umzingelt. Da Berlin inzwischen eine hohe
Anziehungskraft hat, legen wir auf Stadtbesichtigungen keinen gesteigerten
Wert.
Wir suchten die Ausfahrt Richtung Bad Berneck, die uns
auf die Bundesstraße 2 brachte. Ihr folgten wir stetig bergauf. Zum Glück gibt
es einen 1. Gang. Mit ihm kurbelten wir uns stetig bergauf. Diese Tendenz
verließ uns bis zum Abend nicht mehr.
Ab Bad Berneck folgten wir dem Weißen Main. Ein
wunderschöner asphaltierter Radweg begleitet ihn. Der Weiße Main springt seinen
Weg vergnüglich hinab, der Radweg zieht gemächlich der Quelle entgegen. Die
Geschwindigkeit pegelte sich zwischen 7 und 9 km/h ein. So blieb viel Zeit, dem
Fluss zu zuschauen. Erstaunlich war ein Schneerest, der im dunklen Tann gegen
die Hitze ankämpfte.
Vor Bischofsgrün zweigt der Saaleradweg Richtung Norden
ab. Zwölf Prozent Steigung waren hier zu bewältigen. Wir schoben emsig 15
Minuten den Berg hoch. In der Sauna schwitze ich nicht weniger. Nach der Karte
war der höchste Punkt bei ca.720 m erreicht. Von da an ging es nach Gefrees
hurtig bergab, die Spitzengeschwindigkeit war bei 51,45 km/h erreicht, was
besonders Lena große Freude bereitete. „Denn ein Gefälle von 12% herunter zu
brettern ist einfach das wahre!“ (Zitat Lena)
Das Fichtelgebirge ist eine Urlaubsgegend meiner
Großmutter. Sie erzählte bereits Anfang der 50‘ Jahre von ihren schönen Reisen.
Auch mir gefällt die weite eher hügelige Landschaft. Weite Felder und Wiesen
erfreuen das Auge mit ihrem frühsommerlichen Grün. Fichtenwälder dehnen sich
bis zum Horizont aus. Zwischendurch drohte von ferne ein Gewitter. Wir legten
eine Pause ein und ließen es links liegen. Ein paar dicke Tropfen schickte es
uns aber doch noch vorbei.
Nun sitzen wir nach 67,8 Kilometern, einer Fahrzeit von
4:58 Stunden und einer Gesamtzeit von 6:24 im Biergartenn vom „Roten Ross.“ Leider
kamen wir nur auf einen Schnitt von 10,6 km/Stunde, angesichts der Berge aber
doch ganz gut.
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