Dienstag, 3. Juni 2014

Wieder in Deutschland

Fährt man von Wörgel wieder zum Inn beginnt er schnell seine Gestalt zu verändern. Auf Kufstein zu hat er sich ein kurviges Bett gegraben. Seine jahrhunderte alten Hinterlassenschaften schafften auch hier eine fruchtbare Erde. Von weitem duftende Erdbeerfelder oder großflächiger Gemüseanbau wechselt mit Getreidefeldern ab. Der Fluss selbst aber ist gebremst. Kufstein blieb links liegen. Italienische Kirchen und Gassen waren noch immer so beeindruckend, dass die Aufnahmefähigkeit stark gebremst ist. 

Das Wasser des Inns ist gestaut, eingefangen in dicke Deiche. Seine gebändigte Energie, kann in den Maschinenhäusern ihre Kraft austoben. An vielen Stellen wirkt er, als warte er darauf wieder losgelassen zu werden. Die Bieber freut es. Ihnen hat man kleine Refugien gelassen, in denen sie ihrer liebsten Tätigkeit nachgehen können.

Der Radweg führt teilweise auf der schnurgeraden Deichkrone entlang. Die wassergebundene Decke des Weges drückt die Durchschnittsgeschwindigkeit merklich. Besonders heute, weil immer wieder kleine, teils kräftige Schauer den Belag aufweichen.

Ungewöhnlich war der Demeter-Bauernhof am Wegesrand mit seinem Selbstbedienungs-Hofladen. Man nahm sich die Produkte, schrieb alles in ein Buch, addierte und zahlte die Summe in eine Kasse. Wechselgeld stand hinter Kasse. Unser Picknick war gesichert.

In Rosenheim, wo wir kräftig geduscht wurden, bogen wir auf den Mangfallradweg ab. Ein Einheimischer fuhr uns zum richtigen Einstieg in den Weg. Wir danken ihm.
Am Radweg wird kräftig gebaut. Spundwände und Betonmauern sollen die Häuser der Anwohner vor seinen Fluten schützen. Der Fluss selber darf durch ein von Menschen gestaltetes Bett fließen und springen. Es sieht ganz naturnah aus. Landschaftlich eine schöner Radweg. Die Schotterpiste verließen wir nach einer guten Stunden und fuhren den Rat nach Feldkirchen-Westerham auf einer asphaltierten Nebenstraße. 


Ursel und Bernd, eine alte Urlaubsbekanntschaft, empfingen uns herzlich, gaben uns Kost und Logis mit einem guten Wein. Nach 80,5 km und 4:45 Std. Fahrzeit war das auch gut so. Vielen Dank.

1 Kommentar:

  1. Herzlich Willkommen in der Heimat, und eurem Tempo nach zu urteilen, zieht es euch schon ganz schön nach Hause.
    Danke für die netten Fotos, sie erinnern mich an unsere Tour auf dem Innradweg im Frühjahr 2013. Gute Fahrt und schönes Wetter!

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