Wir haben die 1000 km geknackt, sind 98 km gefahren und
kaum nass geworden.
Ganz früh, 5 Uhr, nahm Lena von ihrer Freundin Chantal
abschied. Chantal musste früh zu ihrer Ausbildungsstelle bei „Spar.“ Ihre
Geschwister mussten zur Schule und so waren auch wir früh auf den Beinen. Mit
einem guten Frühstück im Bauch verabschiedeten wir uns von der Familie, die uns
drei Tage verwöhnt hat. Schnell waren wir auf dem Innradweg Richtung Kufstein.
Der Inn fließt hier in einem breiten Tal und ist zu einem kräftig Fluss
geworden. Wie viele Flüsse wird er in einem Bett gebändigt. So können Autobahn,
Eisenbahn, Radweg und Bundestraßen seinen Lauf bequem begleiten. Die Menschen
fühlen sich auf ihren Höfen sicher.
Ich fahre gerne an Flüssen entlang. Das Strömen und
Plätschern beruhigt mich und die Vögel zwitschern mir ein Lied. Rechts und
links des Tals steigen Berge empor, die fast noch bis zur Baumgrenze Schnee
trage. Hin und wieder gibt ein Seitental den Blick auf hohe Berge frei. Heute
waren sie südseitig manchmal von der Sonne erleuchtet. Die nördlichen Berge
hüllten sich in Wolken. Besonders hinter uns waren sie so schwer, dass sie
Regen fallen ließen. Wir hatten bis zum späten Nachmittag Glück, weil wir dem
Regen
immer ein Stück voraus waren. Über uns schien häufig die Sonne durch ein
großes Wolkenloch.
Bis gut 10:30 Uhr hatten wir kaum Wind und konnten mit
gut 20 km/h fahren. Danach frischt der Wind zunehmend auf und blies uns ins
Gesicht. Wir fuhren bei gleichem Krafteinsatz 3 km/h weniger. Je mehr uns die
Regenwolken zum Nachmittag einholten, je mehr nahm der Wind ab und drehte sich
zu unseren Gunsten. Bald schob er uns, was zu einer rasanten Temposteigerung
auf fast 22 km/h führte. Lena ist inzwischen so fit, dass wir gelassen 98 km
schafften und jetzt in Wörgel im Schatten des Wilden Kaisers übernachten.
Wir wünschen Euch auch einen guten Schlaf.
Liebe Lena, lieber Rüdiger,
AntwortenLöschenRespekt für eure Leistung und Dank für die tollen Berichte. Ich warte täglich gespannt auf die neusten Berichte. Ich drücke weiter die Daumen. Ihr schafft das.
Raimund